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Filet Wellington – kulinarisches Meisterwerk für den anspruchsvollen Gaumen

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Das Filet Wellington ist nicht nur geschmacklich ein wahres Highlight. Schon dessen Anblick lässt  Steakliebhabern bereits beim Servieren das Wasser im Mund zusammenlaufen, weshalb das zarte Lendenstück sehr gerne als Mahlzeit zu ganz besonderen Anlässen kredenzt wird. Das Rezept des Filet Wellington ist schon sehr alt, unter Kennern aber nach wie vor äußerst beliebt. Und das zu Recht: Dieses Gericht entzückt wahrlich den Gaumen und sorgt immer wieder für glänzende Augen bei Koch und Feinschmecker.
Nachfolgend verraten wir dir viele nützliche Infos rund um das Filet Wellington – von der Geschichte bis zur Zubereitung der einzelnen Komponenten. Nach dem Lesen dieses Artikels wirst du so in der Lage sein, ein perfektes Filet Wellington zu kreieren, welches dich und deine Gäste verzaubern wird, versprochen.

1 – Was ist Filet Wellington?

Das klassische Gericht der gehobenen Küche gibt es schon sehr lange. Der tatsächliche Ursprung der ummantelten Lende ist dabei bis heute nicht abschließend geklärt, da zur Geschichte des Filet Wellington zwei Varianten existieren: Die eine besagt, dass sich der erste Herzog von Wellington, Arthur Wellesley, nach der gewonnen Schlacht von Waterloo ein Stück seines Schlachtrosses servieren ließ. Das Siegesmahl soll dem Herzog so gut gemundet haben, dass er dieses umgehend zu seiner Leibspeise erkor. Aus dem Braten mit Pferdefleisch entwickelte sich schließlich im Laufe der Zeit das original Filet Wellington. Laut einer anderen Geschichte hat der Schweizer Küchenchef Charles Senn anlässlich der Zürcher Internationalen Kochkunstausstellung (ZIKA) im Jahre 1930 das Filet Wellington als ganz besonderen Gaumenschmaus kreiert. Fest steht, dass das Rezept bereits um 1900 in deutschsprachigen Kochbüchern zu finden ist. Das Filet Wellington ist demnach eine Abwandlung des älteren, französischen Gerichtes „Filet de boeuf en croute“, dem Rindfleisch in der Kruste.

Woraus besteht ein Filet Wellington nun genau? Das Filet Wellington ist ein rosa gebratenes Rinderfilet, ummantelt mit Duxelles (einem Pürree aus gehackten Champignons, teilweise auch mit Gänseleberpastete) im Blätterteigmantel. Leider ist das Gericht in Restaurants nur noch selten zu bekommen, da dieses oft nur zu besonderen Anlässen oder für größere Gesellschaften serviert wird. Das liegt vor allem daran, dass die Zubereitung des Filet Wellington recht aufwendig ist: Zunächst wird das hochwertige Rinderfilet im Stück angebraten, danach mit Duxelles bestrichen, in Blätterteig eingeschlagen und anschließend goldbraun gebacken. Perfekt zubereitet ist das Filet der besonderen Art ein absoluter Hochgenuss, der durch die einzigartige Kombination von zartem Rinderfilet und herrlich knusprigem Blätterteig köstlich untermalt wird. Klassisch serviert wurde das Filet Wellington mit einer Demiglace, einer der vier braunen Grundsaucen der französischen Küche, und geschmorten Schwarzwurzeln. Heute sind die möglichen Variationen etwas vielfältiger geworden. Oft gibt es unterschiedliche Beilagen und dazu eine Madeira- oder Trüffelsauce. Angerichtet wurde das Mahl seit jeher auf einer massiven Silberplatte, umlegt mit schmackhaften Gemüse. Das Tranchieren des Filet Wellington erfolgte stets vor den Augen der Gäste, was auch heute noch zur erstklassigen Darreichung gehört.

Das Gericht gilt bis heute als Königsdisziplin in der Küche. Da das Filet verschlossen im Blätterteig gebacken wird, ist die gängige Druckprobe beim Fleisch, mit der der Grad des Durchbratens überprüft wird, schier nicht möglich. Praktische Helfer wie Bratthermometer oder Temperaturfühler können hier für das richtige Momentum sorgen. Einige Sterneköche vertrauen aber nach wie vor lediglich auf das eigene Zeitgefühl, eine Methode, die Filetkenner sehr zu schätzen wissen.

2 – Filet Wellington Beilagen

Obwohl das Filet Wellington natürlich stets das Highlight einer Speise ist, dürfen bei einem erstklassigen Gericht auch die passenden Beilagen nicht fehlen. Übliche Sättigungsbeilagen sind allerdings nicht notwendig, da Fleisch und Blätterteig in der Regel bereits ausreichend sind. Für  geschmackliche Abwechslung eignen sich daher vor allem edle, klein portionierte Zugaben, die gleichzeitig auch hervorragend zur dekorative Anrichtung auf dem Teller dienen. Die Möglichkeiten für Filet Wellington Beilagen sind recht vielfältig, weshalb wir dir einige Rezepte für ergänzende Beilagen vorstellen möchten, die guten Gewissens zu einem saftigen Filet Wellington serviert werden können:

  • Schlosskartoffeln: Rohe Kartoffeln in Größe und Form eines Taubeneis zurechtschneiden, blanchieren und langsam in Butter goldbraun braten. Vor dem Servieren mit Salz und feingehackter Petersilie bestreuen. Alternativ aus den rohen Kartoffeln halbmondähnliche Formen mit stumpfen Enden schneiden, Kartoffeln kurz in kochendes Wasser geben und direkt mit kaltem Wasser abschrecken. Kartoffeln abtropfen lassen und mit Öl in einer beschichteten Pfanne anbraten.
  • Pommes Duchesse: Kartoffeln gut waschen, in Salzwasser gar kochen, pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Kartoffelmasse mit weicher Butter und Eigelb verrühren, anschließend mit Salz und Muskatnuss abschmecken. Fertige Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech kleine Rosetten spritzen, mit Eigelb bestreichen und im Ofen goldbraun backen.
  • Getrüffeltes Kartoffelpüree: Kartoffeln waschen und schälen, in gesalzenem Wasser garen, Wasser abgießen und Kartoffeln kurz abdämpfen lassen. Milch in einem Topf aufkochen, Kartoffeln durch eine Presse drücken, Milch und Butter unterrühren und abschmecken. Anschließend Butter zerlassen, Trüffelöl hinzufügen und über das Kartoffelpüree gießen. Nach Belieben mit Trüffelspänen garnieren.
  • Glasierte Möhren: Möhren waschen und schälen und dabei etwas Grün stehen lassen. Zitronenschale mit einer Küchenreibe dünn abreiben, Butter und Zucker in einem flachen Topf erhitzen, Möhren zugeben und kurz bei mittlerer Hitze dünsten. Anschließend mit Wasser auffüllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Circa 15 Minuten weiter dünsten lassen und abschließend die Zitronenschale hinzugeben.
  • Gemüsepürree: Suppengemüse und Kartoffeln in Würfel schneiden und in heißem Wasser etwa 15 Minuten weich kochen lassen. Gemüsewürfel abtropfen lassen und zusammen mit lauwarmer Milch mit einem Stabmixer zu Brei verrühren. Anschließend Butter unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Beim Anrichten mit Petersilie bestreuen.
  • Klassisches Mischgemüse wie Leipziger Allerlei: Butter zerlassen und Erbsen, Karotten, Kohlrabi, Spargel und Blumenkohl darin anschwitzen. Wasser abgießen, Salz und Pfeffer zugeben und das Gemüse zugedeckt bei schwacher Hitze für circa 30 Minuten garen lassen. Gemüse beliebig binden, abschmecken und beim Servieren mit Petersilie bestreuen.
  • Mandelbrokkoli: Brokkoli putzen, Röschen abschneiden und in leicht gesalzenem Wasser kurz kochen lassen. In einer Pfanne Butter schmelzen, Mandelblättchen hinzugeben und kurz anrösten. Brokkoli mit in die Pfanne geben und kurz schwenken. Mit Salz und Zitrone abschmecken und direkt servieren.
  • Rosenkohlblätter in Muskatbutter: Rosenkohl putzen, dabei die äußeren Blätter entfernen, den Strunk jeweils dünn abschneiden und kreuzweise einritzen. Rosenkohl je nach Größe halbieren und in reichlich kochendem Salzwasser circa 10 Minuten garen. Anschließend abgießen und kurz abtropfen lassen. Butter in einer Pfanne schaumig schmelzen, mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen, Rosenkohl hinzugeben und zwei weitere Minuten in der Butter schwenken.

3 – Filet Wellington Original – ein klassischer Festtagsbraten mit erlesenen Zutaten

Ob zum Weihnachts- oder Osterfest, zur Hochzeit oder zum Geburtstag: Das Filet Wellington ist eine ausgezeichnete Wahl und lässt Familie und Freunde staunen: So zart und saftig, so aromatisch und fein, so abwechslungsreich – das original Filet Wellington ist ein delikater Hochgenuss, der seinesgleichen sucht. Doch was macht das klassische Filet Wellington kulinarisch so besonders? Es besticht dreifach – mit dem zarten Rindfleisch innen, der geschmacksintensiven Duxelles in der Mitte und dem knusprigen Blätterteig außen.

Das Filet Wellington Original ist recht aufwendig in der Machart und erfordert mit seiner langen Zubereitungszeit zudem die nötige Geduld. Die vielen exklusiven Zutaten sind dabei nicht unbedingt für den schmalen Geldbeutel geeignet: hochwertiges Mittelstück vom Rind, verschiedene Gemüse, Gänseleberpastete, Trüffel, Wein, Madeira und Demiglace sind nur einige der kostspieligen Beigaben.

4 – Filet Wellington Original kaufen

Das Filet Wellington Original ist eine kulinarische Besonderheit und ein deliziöses Festmahl, was sich allerdings auch beim Einkauf bemerkbar macht. Im einfachen Supermarkt wirst du kaum zu allen Zutaten fündig werden. Das Rinderfilet selbst solltest du beispielsweise unbedingt direkt beim Metzger kaufen. Hochwertiges Rinderfilet erkennst du an der dunkelroten Farbe und der dünnen Marmorierung im Fleisch. Beim Metzger erhältst du, im Gegensatz zum Supermarkt, zarteres Fleisch mit einer feineren Marmorierung, einer längeren Reifedauer und aus artgerechter Tierhaltung.
Auch der Blätterteig sollte sorgfältig ausgewählt werden – hier gibt es enorme Qualitätsunterschiede, wobei nicht jeder Blätterteig für das Filet Wellington geeignet ist. Eine hochwertige Gänseleberpastete bekommst du in jedem gut sortierten Feinkostladen. Ebenfalls dort erhältlich sind edle Trüffel, die aus Frankreich, Italien oder Kroatien stammen und an der unbeschädigten Oberfläche, dem Geruch mit sanften Kakao- und Moschusnoten und der leicht elastischen Konsistenz zu erkennen sind.

Generell sollten natürlich alle Zutaten von hoher Qualität sein, um ein perfektes und geschmacklich umwerfendes Ergebnis zu bekommen. Fest steht: Möchtest du das Filet Wellington im Original zubereiten, werden deine Einkaufsliste lang, dein Portemonnaie leicht, aber deine Gäste dafür geschmacklich vollends begeistert sein. Der Aufwand lohnt sich also allemal, schließlich ist ein Filet Wellington auch kein Gericht für jeden Tag.

5 – Filet Wellington Sauce

Zum Filet Wellington gehört natürlich auch eine exklusive Soße. Mit einer einfachen Rahmsoße wirst du dem Festmahl schließlich kaum die Krone aufsetzen können. Die Filet Wellington Sauce sollte dem Gericht einen geschmacklich außergewöhnlichen Akzent verleihen. Wir zeigen dir, mit welchen leckeren Soßen du dein Filet Wellington optimal ergänzen kannst:

Demiglace

Die Demiglace, auch Kraftsauce genannt, gilt als die „Königin der Saucen“. Sie ist die Basis für unterschiedliche Saucen aus der internationalen Küche.  Die Demiglace hat eine dickflüssige Konsistenz, da sie nach der Zubereitung eingekocht wird und nach dem Abkühlen vollständig geliert. So werden die vorhandenen natürlichen Aromen stark konzentriert. Eine äußerst schmackhafte Sauce, die dem Filet Wellington den letzten Schliff verleiht.

Madeirasauce

Die Madeirasauce ist ebenfalls eine Grundsauce der französischen Küche. Den Namen ist dabei dem enthaltenen Madeirawein geschuldet. Dieser verleiht der dunklen, würzigen Sauce einen angenehmen Geschmack mit Weinaroma. Die Madeirasauce eignet sich hervorragend für gebratenes Rinderfleisch und ist daher auch oft in Kombination mit dem Filet Wellington zu finden.

Trüffelsauce

Ob mit weißem oder schwarzem Trüffel – eine Trüffelsauce ist stets besonders exklusiv. Die schmackhafte Soße aus Italien kann nach Belieben mit Sahne, Wein oder Champignons verfeinert werden und passt hervorragend zu einem saftigen Filet Wellington. Kleiner Tipp: Auch etwas Trüffel über das angerichtete Mahl reiben.

Rotweinsauce

Rotweinsauce ist ein Klassiker für Rind- oder Schweinefleisch. Ihr unverwechselbarer Geschmack verfeinert zahlreiche Gemüse- und Fleischgerichte. Den Bratensatz einfach mit Rotwein ablöschen oder die Sauce nach dem Kochen mit Rotwein abschmecken. Das Ergebnis kann auch wunderbar mit mediterranem Gemüse und Kräutern wie Thymian verfeinert werden. Wenn du die Sauce besonders sämig magst, kannst du sie nach dem Kochen mit kalter Butter binden.

Sauce Bérnaise

Auch eine Sauce Bérnaise kann zum Filet Wellington passen, besonders dann, wenn du noch verschiedenes Gemüse als Beilage geplant hast. Die Sauce Bérnaise ist eine warme, aufgeschlagene Buttersauce aus der klassisch französischen Küche. Sie ähnelt der Sauce Hollandaise, enthält aber weitere, würzige Zutaten.

Sauce Périgord

Eine stets beliebte Ergänzung zum Filet Wellington ist die Sauce Périgord. Diese besteht aus Trüffeln, Butter, Portwein, Sahne, Salz und Pfeffer. Ein Geschmackserlebnis, das seinesgleichen sucht und einem zarten Filet Wellington den letzten Schliff verpasst.

Pilzsauce

Ob sahnig oder natürlich interpretiert – eine Pilzsauce passt wunderbar zum Filet Wellington und ist eine tolle Ergänzung zur Duxelles, dem Pürree aus gehackten Champignons. Weiterer Vorteil: diese Sauce ist weder schwierig noch mit großem Zeitaufwand herzustellen.

Geräucherte Sauce Hollandaise

Geräucherte Sauce Hollandaise ist eine interessante Abwandlung der klassischen Sauce Hollandaise und mit ihren Räucheraromen eine perfekte Ergänzung zum Rindfleisch. Für die Zubereitung benötigst du lediglich Räucheröl, geräuchertes Meersalz, Butter, Eigelb, Weißweinessig, Salz und Pfeffer.

Balsamsauce

Eine Balsamsauce bietet sich hervorragend an, wenn du sowieso zu deinem Filet Wellington gebratenes Gemüse reichst. Einfach das Bratfett mit Gemüsebrühe und Balsamico Essig ablöschen, kurz aufkochen, nach Belieben binden und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Möchtest du noch eine leicht fruchtige Note mit einbringen, kannst du einen Apfel-Balsamico-Essig verwenden.

Portweinsauce

Die Portweinsauce ist eine würzige Sauce, passend zu Wild, Rind oder Lamm. Diese im Geschmack sehr fein-aromatische Sauce sollte ca. eine Stunde eingekocht werden, sodass sie herrlich sämig wird. In Kombination mit dem Filet Wellington ein absoluter Gaumenschmaus.

6 – Filet Wellington Blätterteig

Der Blätterteig umhüllt das Filet und die Duxelles. Richtig zubereitet ist dieser angenehm kross und knusprig. In Kombination mit dem zarten Filetfleisch und dem Püree entsteht ein perfekt aufeinander abgestimmtes Geschmackserlebnis. Der Blätterteig an sich ist weitestgehend geschmacksneutral und nimmt somit weder dem Fleisch noch der Duxelles etwas an Geschmack, sorgt mit seiner krossen Kruste aber gleichzeitig für ein knuspriges Highlight beim Verzehr.

Blätterteig ist ein mehrlagiger Ziehteig, bestehend aus Mehl, Salz und Wasser. Durch mehrfaches Ausrollen und Zusammenschlagen wird Butter oder Margarine mit speziellen Verarbeitungseigenschaften, das sogenannte Ziehfett, eingearbeitet. Durch die Backhitze dehnt sich der Teig aus, hebt das Gebäck an und geht locker und blättrig auf. Ein großer Vorteil bei der Zubereitung des Filet Wellington ist, dass der Blätterteig das innen liegende Fleisch und die Duxelles lange auf einer angenehm heißen Temperatur hält. So kannst du dich nach dem Backen des Filet Wellington noch in Ruhe um die Zubereitung deiner Beilagen kümmern, ohne Angst haben zu müssen, dass du dein besonderes Festmahl kalt servierst.

Die Zubereitung des Filet Wellington Blätterteig kann auf verschiedene Weisen erfolgen: Bevorzugt verwendest du hier einfach eine Platte vom Bäcker deines Vertrauens. Möchtest du hingegen lieber auf fertigen Blätterteig aus dem Supermarkt zurückgreifen, solltest du unbedingt auf dessen Qualität achten – der Blätterteig sollte beispielsweise ausschließlich Butter und keine Margarine oder Industriefette enthalten.

7 – Den Filet Wellington Blätterteig selbst herstellen:

Die Zubereitung ist durchaus einfacher als gedacht, allerdings auch etwas zeitaufwendig: circa 2,5 Stunden musst du für das Herstellen des Filet Wellington Blätterteigs einplanen. Benötigt werden  lediglich Mehl, Butter, Wasser, Salz und Eier. Nach Zusammenfügen der einzelnen Zutaten wird der Teig immer wieder überlappt und muss zwischendurch gekühlt werden.

Noch zwei Tipps von uns:

  1. Wer Blätterteig zubereiten möchte, sollte dies in einem kühlen Raum machen. Ebenso empfiehlt sich ein kühler Untergrund, wie eine Marmorplatte.
  2. Besonders gut aufgehen kann Blätterteig, wenn er vor dem Backen mit einer Gabel eingestochen wird.

8 – Filet Wellington vom Schwein – eine geschmackliche Besonderheit

Du magst kein Rindfleisch oder deine Gäste verzichten aus religiösen Gründen auf den Genuss? Natürlich kann das Rezept des Filet Wellington auch etwas abgeändert und statt des Rinderfilets mit Schweinefilet gearbeitet werden.
Der Geschmack des Filet Wellington ändert sich dadurch zwar deutlich, das Ergebnis ist jedoch ein nicht weniger köstlicher Gaumenschmaus. Rindfleisch zeichnet sich durch einen kräftigen und aromatischen Geschmack aus, während Schweinefleisch eher würzig und pikant ist. Das Filet Wellington vom Schwein hat dabei einen großen Vorteil: Es ist deutlich günstiger und somit auch für den schmaleren Geldbeutel erschwinglich.

9 – Filet Wellington Schwein, die Zubereitung:

Die Zubereitung des Filets gleicht letztendlich nahezu der allgemein geläufigen Methode. Schweinefilet ist allerdings deutlich dünner als das Lendenstück vom Rind und hat ein dickes sowie ein dünneres Ende, was verschiedene Garzeiten mit sich bringt.

Tipp: Nimm zwei Schweinefilets und binde sie so zusammen, dass die jeweils flachen Seiten auf der dicken Seite des gegensätzlichen Stückes liegen. So erhältst du einen gleichmäßigen Braten ohne zu krosse Enden.

10 – Filet Wellington Rezepte

Im Internet sind einige Filet Wellington Rezepte zu finden – vom klassischen Original, mit und ohne passende Beilagen und Saucen bis zu mit kreativen Abwandlungen. Gut erklärte Schritt-für-Schritt-Anleitungen machen das Nachkochen einfach. So können auch Anfänger kulinarische Meisterwerke in der heimischen Küche zaubern. Du möchtest dich zum nächsten Festmahl an Rinderfilet im Blätterteig wagen? Kein Problem – wir erklären dir das Grundrezept und stellen einige Interpretationen von Sterneköchen vor:

Das folgende Filet Wellington- Grundrezept ist für vier bis sechs Personen ausgelegt und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. Zeitlich solltest du 30 bis 60 Minuten für die Zubereitung und insgesamt eine Dauer von 60 bis 90 Minuten einplanen.

10 A – Zutaten für dein Filet Wellington:

500g Champignons

80g getrocknete Morcheln

2 Schalotten

1 Knoblauchzehe

4 Stängel Petersilie

30g Butterschmalz

800g Rinderfilet (bevorzugt Mittelstück)

400g Blätterteig

1 Eigelb

1-2 EL Sahne

Mehl

Salz

Pfeffer

10 B – Zubereitung des Filet Wellington:

Zunächst werden die Champignons geputzt und fein gehackt. Anschließend lässt du die Morcheln in lauwarmen Wasser kurz einweichen, drückst sie aus und hackst diese anschließend klein. Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln. Nun noch die Petersilie abbrausen, trocken schütteln und fein hacken.

Erhitze 10g Butterschmalz und dünste die Schalotten und den Knoblauch kurz darin, gib nun die Champignons dazu und dünste alles zusammen erneut für ein bis zwei Minuten. Füge die Morcheln hinzu und dünste sie ebenfalls kurz mit. Anschließend alles mit Salz und Pfeffer würzen und die Petersilie untermischen.

Falls es dein Metzger nicht schon für dich erledigt hat: Befreie das Rinderfilet von Haut und Sehnen und würze es mit Salz und Pfeffer. Erhitze das restliche Butterschmalz in einer Pfanne und brate das Rinderfilet kurz von allen Seiten an. Nimm das Fleisch anschließend aus der Pfanne, tupfe es mit Küchenpapier ab und bestreiche es mit Senf. Lege das Fleisch zur Seite. Nun kannst du den Backofen auf 200 Grad (180 Grad Umluft) vorheizen, dein Backblech mit Backpapier auslegen und den Blätterteig auf einer kühlen, bemehlten Arbeitsfläche ca. 30×25 cm groß ausrollen. Die Teigreste zur Seite legen, diese benötigst du später noch.

Streiche ein Viertel der Pilzmasse in einem breiten Streifen auf den Teig, setze das Filet darauf und bestreiche es mit der restlichen Duxelles. Verquirle das Eigelb und die Sahne und bestreiche die Teigränder damit. Schlage nun die Seiten ein und umhülle das Fleisch mit dem Teig. Achte darauf, dass du die Ränder gut andrückst, um das Filet sicher zu umschließen. Lege das mit Blätterteig ummantelte Fleisch vorsichtig auf das Backblech.

Nimm die zur Seite gelegten Teigreste und schneide sie in dünne Streifen. Bestreiche den Blätterteig mit etwas übrigem Eigelb, lege die Teigstreifen darauf und bestreiche auch diese mit Eigelb. Stich die Oberseite mehrmals mit einem Holzspießchen oder einer Gabel ein, sodass der Blätterteig beim Backen schön aufgehen kann.

Lege das Filet auf dem Backblech in die Mitte des Ofens und backe es 30 bis 40 Minuten. Nach dem Backen sollte der Blätterteig schön goldbraun sein. Magst du das Filet lieber etwas durchgebratener, dann lass dieses mit Backpapier abgedeckt noch 10 bis 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen.

Während das Filet Wellington im Backofen vor sich hin brutzelt, kannst du dich in Ruhe um die Zubereitung deiner Beilagen und die Sauce kümmern.

11 – Neue Interpretationen von Sterneköchen geben dem Filet Wellington Rezept das gewisse Extra

Natürlich haben auch bekannte Sterneköche wie Tim Mälzer, Gordon Ramsay oder Alfons von Schuhbeck das Filet Wellington längst für sich entdeckt und daraus ganz eigene Kreationen gezaubert. Mal wurden die Zutaten neu kombiniert oder ausgeweitet, alternative Zubereitungstechniken angewandt, die das Nachkochen vereinfachen, mal mit einer ganz neuen Variante dem alten Gericht etwas Moderne eingehaucht. Solch individuelle Filet Wellington Rezepte können dabei nicht nur für Anfänger, sondern durchaus auch für fortgeschrittene Köche interessant sein.

11 A – Filet Wellington Rezept von Tim Mälzer

Normalerweise wird das Filet Wellington mit der Duxelles bestrichen und in den Blätterteig eingerollt. Dies kann stellenweise schon etwas mühsam und aufwendig sein und geht auch deutlich einfacher: Nach dem Rezept von Tim Mälzer wird das angebratene Filet in eine Form gelegt und das Gemüse, wie Champignons und Schalotten, darum drapiert. Dieses muss auch nicht unbedingt klein geschnitten werden, besonders dann nicht, wenn sowieso in größeren Mengen gekocht wird. Je nach Größe der Champignons oder Schalotten können diese also auch in ihrer Form bleiben oder müssen lediglich halbiert werden. Zu Filet und Gemüse kommen noch Gewürze wie Senf und Petersilie sowie ein guter Schuss Rotwein. Statt das Fleisch in den Teig einzurollen, kannst du nun ganz einfach die komplette Form mit einem großen Blätterteiglappen abdecken, den Teig am Rand der Form umlegen, andrücken und in den Ofen schieben. Der Blätterteig muss, laut Tim Mälzer, auch nicht zwingend selbst gemacht werden und darf auch aus der Tiefkühltheke stammen.

11 B – Filet Wellington Rezept von Gordon Ramsey

Der britische Fernsehkoch Gordon Ramsey zeigt auf YouTube ein legendäres Beef Wellington Rezept. Er nutzt zum Beispiel einen Gemüsehäcksler zur Zerkleinerung der Duxelles-Zutaten und brät die fertige Masse anschließend an. Ramsey verwendet zusätzlich zum klassischen Blätterteig noch Parmaschinken und verleiht dem Gericht so eine deftige, schmackhafte Note. Auf dem Parmaschinken verteilt er großzügig die Duxelles. Mithilfe einer Frischhaltefolie wird das Fleisch umwickelt und kurz gekühlt. Auch zur anschließenden Umwicklung mit dem Blätterteig nutzt der Brite die altbewährte Frischhaltefolie. In seinem Video kannst du einige wichtige Handgriffe sehen, um das Fleisch optimal zu formen. Für den besonderen Wow-Effekt schneidet er den Blätterteig vor dem Backen mit einem Messer leicht ein.

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11 C – Filet Wellington Rezept von Schuhbeck

Auch der Starkoch Alfons Schuhbeck weiß aus jeder Küche das Beste herauszukitzeln. Er kreiert in seiner Fernsehsendung immer wieder gerne neue Rezepte – so zum Beispiel ein Filet Wellington mit Hirschfleisch, welches so einen ganz eigenen Wildgeschmack bekommt. Das Rezept gleicht hier prinzipiell dem Original, wobei eben lediglich anderes Fleisch verwendet wird.
Hirschfleisch ist zudem eine gute Alternative, wenn du auf deine Figur achten möchtest, da dieses besonders fettarm und eiweißreich ist.

Du siehst: Mit einigen Tipps und Tricks ist auch die Zubereitung eines legendären Filet Wellington gar nicht so schwierig. Die vielen Möglichkeiten und Variationen lassen dir freie Hand, sodass du nach deinem Geschmack kochen kannst. Wir hoffen, dass wir dich nun zum Zubereiten eines eigenen Filet Wellington inspiriert haben und wünschen dir viel Freude beim Nachkochen.

Fotocredit:

Steak-Cuts Übersicht:

iStock.com/Mr.Timmi

2018-09-28T10:03:31+00:00November 24th, 2017|0 Kommentare

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