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Flanksteak: Ein echter Steak-Geheimtipp

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Das Flanksteak gehört hierzulande noch zu den Geheimtipps, was Grillsteaks betrifft. In Deutschland auch Bavette genannt, bekommt man das Flanksteak meist in Form von Hack oder verarbeitet in der Wurst. Das ist definitiv zu schade, denn wer das Fleisch einmal im Stück genossen hat, der weiß den besonderen, kräftigen Geschmack zu schätzen.

Was ist ein Flanksteak?

Die meisten denken bei einem Steak für den Grill oder die Pfanne nicht unbedingt sofort an das Flanksteak. Zugegeben, es ist grobfaseriger und damit etwas fester als zum Beispiel das Rib Eye Steak oder das Rumpsteak. Doch wer ein qualitativ gutes Flanksteak auf dem Grill oder in der Pfanne liegen hat und es richtig zubereitet, der wird in Punkto Zartheit und Aroma wenig Unterschiede bemerken.

Im Gegensatz zu den populären Steakarten, wird das Flanksteak nicht aus dem Rücken, sondern aus dem hinteren, unteren Bauchbereich geschnitten. Der Bauchlappen, bzw. der Bauchmuskel, ist fein marmoriert, flach und besitzt nur einen geringen Fettanteil. Aufgrund der langen Fasern ist das Flanksteak dennoch sehr geschmacksintensiv und saftig. Für alle, die zudem lieber ein flacheres Stück Fleisch auf dem Teller haben, ist das Flanksteak ideal. In der Regel wiegt das Steak circa 500 – 1000 Gramm, ist aber relativ dünn und länglich geschnitten. Bei diesem Steakzuschnitt, der meist vom Rind, aber auch vom Schwein stammen kann, handelt es sich um ein Premium Cut, der insbesondere zum Marinieren und Kurzbraten geeignet ist.

Wissenswertes zum Flanksteak

In Deutschland als Trend-Steak in der Grill- und Barbequeszene auf dem Vormarsch, ist das Flanksteak in Amerika beim Grillen gar nicht mehr wegzudenken. Besonders beliebt ist in Nordamerika und, dem Namen entsprechend, in England, die Zubereitungsmethode „London Broil“. Das Steak wird dafür über mehrere Stunden, gerne auch über die ganze Nacht, in eine Marinade gelegt. Hierfür gibt es, je nach Belieben, unterschiedliche Rezepte. Das Fleisch nimmt über die Zeit, entsprechend intensiv, die vielfältigen Aromen der Marinade auf. Anschließend folgt die Steak-Zubereitung auf dem Grill. Im Kontrast dazu, kommt in Kolumbien das Flanksteak, als Sobrebarriga bekannt, typischerweise gebacken aus dem Backofen und wird mit Sauce Creole, Gemüse und Reis gereicht.

Ganz gleich wie das Flanksteak zubereitet wird, es muss unbedingt gegen die Faser in Streifen geschnitten werden!  Sonst ist es schwerer zu kauen.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Beim Kauf des Fleisches solltest du, wie bei allen anderen Steakarten, darauf achten, dass es von hoher Qualität ist. Das Flanksteak am Stück wirst du ohnehin nur bei einem Metzger kaufen können, da es in Deutschland abgepackt im Supermarkt selten bis gar nicht verkauft wird. Beim Schlachter deines Vertrauens oder einem Gourmet-Fleischshop im Internet, kannst du zudem mehr über die Herkunft und die Haltungsbedingungen erfahren. Denn diese sind auch für ein Flanksteak von höchster Bedeutung. Schließlich schmeckt man die besondere Qualität des Fleisches eindeutig heraus. Das Flanksteak ist übrigens durchaus eine preislich günstigere und gute Alternative zu einem Filet oder Entrecôte, wenn auch nicht ganz so zart.

Zubereitung des Flanksteaks

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Zubereitung in der Pfanne:

  • Du heizt die Pfanne auf höchste Stufe vor und gibst etwas Öl hinein.
  • Das Flanksteak, in Zimmertemperatur, reibst du jetzt von beiden Seiten mit grobem Salz ein.
  • Nun brätst du es in der Pfanne von beiden Seiten, je nach Dicke, rund ein bis zwei Minuten an, bis sich eine leichte Kruste bildet.
  • Anschließend heißt es für das Steak: ab in den Ofen. Hier gart es in der indirekten Grillzone bei ca. 130 °C  für rund 10-15 Minuten.
  • Was die Garstufe des Steaks angeht, solltest du dieses Fleisch maximal bis Medium Rare zubereiten. Ansonsten gehen das Aroma und die Zartheit zu stark verloren. Die ideale Kerntemperatur des Flanksteaks liegt bei 54 – 56 Grad. Miss die exakte Temperatur am besten mit deinem Steakthermometer.
  • Nun kannst du das Fleisch aus dem Ofen holen und quer zur Faser, in dünnen Scheiben, tranchieren und genießen.
  • Für die spezielle Würzung kannst du noch Chimichurri, eine bekannte südamerikanische Kräutersauce, reichen.

Zubereitung auf dem Grill:

  • Das Flanksteak holst du zwei Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank, damit es die Raumtemperatur annehmen kann.
  • Nun heizt du den Grill auf 230- 250 Grad vor und fettest den Rost ein.
  • Jetzt kommt das Flanksteak auf den Grill. Nach circa 1,5 Minuten drehst du das Fleischstück um 90 Grad und legst es auf eine andere, unbenutzte Stelle des Grillrosts. Diesen Vorgang wiederholst du entsprechend noch einmal.
  • Nach zwei Minuten legst du das Steak auf die indirekte Grillzone und reduzierst die Temperatur des Grills auf 150 Grad.
  • Das Steak lässt du hier rund 20 Minuten garen. Bei einer Kerntemperatur von 56 Grad nimmst du das Fleischstück vom Grill und lässt es auf einem Brett weitere zwei Minuten ruhen.
  • Das fertige Steak schneidest du nun mit einem gute Steakmesser quer zur Faser in dünne Scheiben und würzt es mit Salzflocken.

Rezepte für das Flanksteak

Das Flanksteak ist, bei richtiger Zubereitung und der korrekten Schnitttechnik quer zur Faser, ein toller Fleischgenuss. Um den Eigengeschmack beizubehalten reicht es, wenn du das Steak mit Salzflocken bestreust.

Wenn du es allerdings etwas würziger magst, legst du das Fleisch vor der Zubereitung in eine Marinade oder genießt es mit Chimichurri. Dafür werden Chili, Knoblauchzehen, Blattpetersilie, Olivenöl, frischer Koriander, etwas Salz und Pfeffer in einen Mörser gegeben und zermahlen.

Als Beilagen zum Flanksteak eignen sich zum Beispiel Stampfkartoffeln und Mangold, aber auch ein Gemüseauflauf, Ofenkartoffeln und gegrilltes Gemüse. Lecker und erfrischend ist auch ein Guacamole Salat, bei dem Avocados mit Zwiebeln, Tomaten, Paprika vermengt und mit Limettensaft, Kreuzkümmel, Koriander, Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. Hier findest du noch weitere, leckere Rezepte zum Flanksteak.

Fotocredits (von oben nach unten):

Headerbild: iStock.com/Zoryanchik

Beitragsbilder:

iStock.com/fortyforks

iStock.com/bhofack2

iStock.com/Mr.Timmi

iStock.com/rez-art

iStock.com/Saddako

2018-09-28T09:56:02+00:00August 23rd, 2018|0 Kommentare

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