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T-Bone-Steak: Der Steak-Klassiker

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Allein rein optisch gibt es wohl keinen zweiten Steak-Zuschnitt, der so bekannt ist wie das T-Bone-Steak. Mit seinem charakteristischen Knochen in der Mitte, ist es bei Grillliebhabern extrem beliebt, da es zwei der besten Fleischstücke des Rindes in einem Cut vereint.

Was ist ein T-Bone-Steak?

Während viele Steaks gänzlich frei von Knochen sind, ist gerade beim T-Bone-Steak der Knochen maßgeblich für Optik und Geschmack. Schließlich gibt der Knochen bei der Zubereitung noch einmal eine extra Portion an Aromen an das Fleisch ab. Vor allem aber, hat das Steak seinen Namen der typischen T-Form des Knochens zu verdanken.

Das T-Bone-Steak wird beim Rind aus dem vorderen, unteren Rückenbereich, also der großen Lende, geschnitten. Der Knochen trennt dabei die zentralen Rückenmuskeln mit dem kleineren und zarten Filet auf der einen und dem größeren, etwas festeren Roastbeef auf der anderen Seite. Diese  komplexe Fleischstruktur ist es, die das T-Bone-Steak so beliebt macht. Die T-Bone-Steaks werden üblicherweise in 400 bis 700 Gramm schweren Cuts verkauft.

Optisch erkennt man das ausgereifte T-Bone-Steak an seiner satten, weinroten Farbe. Durch seine feine Fettstruktur, der Marmorierung, die beim Erhitzen schmilzt, erhält das T-Bone-Steak seinen unnachahmlichen Geschmack. Dieser wird durch einen dickeren Fettrand und den Knochen noch verstärkt.

Wissenswertes zum T-Bone-Steak

Das T-Bone-Steak ist ein typisches BBQ-Steak und extrem beliebt. Es wird allerdings häufig mit seinem „großen Bruder“, dem Porterhouse Steak, verwechselt. Zugegeben, optisch sehen sich die beiden Zuschnitte sehr ähnlich. Die Unterschiede liegen aber zum einen im Gewicht, das T-Bone-Steak ist leichter. Zum anderen ist der Filetanteil beim T-Bone-Steak sehr viel geringer als beim Porterhouse Steak. Bis zu einem Durchmesser von rund 32 mm spricht man hier übrigens von einem T-Bone-Steak. Darüber hinaus stammt das T-Bone aus dem vorderen, während das Porterhouse Steak aus dem hinteren Rücken des Rindes stammt.

Mit dem T-Bone-Steak hat man, dank des Filet- und Roastbeef-Anteils, quasi zwei Steaks auf dem Teller. Dies birgt, im Hinblick auf die Zubereitung mit dem Grill oder der Pfanne, ein paar Risiken. Denn auch aufgrund des geringen Bindegewebes, muss man auf die zum Teil unterschiedlichen und insgesamt kürzeren Garzeiten achten. Schließlich möchtest du ein rundum zartes Steak genießen.

Worauf solltest Du beim Kauf achten?

Bei Kauf eines T-Bone-Steaks solltest Du darauf achten, dass es sich um ein hochwertiges Stück Fleisch, wenn möglich in zertifizierter Bio-Qualität, handelt. Das bedeutet: der Gang zum Metzger oder dem Fleischfachgeschäft deines Vertrauens, ist unumgänglich. Denn hier kannst du näheres zu den Haltungsbedingungen und der Herkunft des Rindes erfahren. Zudem kannst du dir sicher sein, dass eine würdige Tierhaltung gesichert und faire Schlachtbedingungen eingehalten wurden. Auch online bieten Gourmet-Shops und Fleischhändler hochwertige T-Bone-Steaks an.

Die Qualität des T-Bone-Steaks ist maßgeblich für den Geschmack und die Konsistenz. Denn wenn das Fleisch zu kurz oder falsch abgehangen ist, kann es sein, dass es, auch bei richtiger Zubereitung, nicht so weich wird, wie du es vielleicht erwartest. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich, dass du bereit sein musst, für ein gutes Stück Fleisch auch einen entsprechenden Preis zu zahlen. Dies macht den Fleischkonsum aber garantiert zu etwas Besonderem. Kein Wunder, weshalb das T-Bone-Steak zur Königsklasse der Steak-Cuts gehört.

Tipp: Ein T-Bone-Steak Dry aged ist besonders geschmackvoll und butterweich!

Zubereitung des T-Bone-Steaks:

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Zubereitung in der Pfanne:

  • Das T-Bone-Steak solltest du mindesten eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen, damit es die Zimmertemperatur annehmen kann.
  • Schneide dann die Fettkante des Steaks ganz leicht an.
  • Nun erhitzt du etwas Öl in einer Pfanne (am besten gusseisern oder aus Edelstahl, wegen der besonderen Wärmespeicherung) und legst das Steak hinein.
  • Je nach Dicke des Steak-Cuts, brätst du das Fleisch auf beiden Seiten rund drei Minuten an. Du solltest es übrigens nur einmal wenden! Dann ist es Medium rare, innen also noch rosa. Die Garstufe (ca. 52 Grad) kannst du mit einem Steakthermomether messen oder die einfache Fingerdruckprobe machen.
  • Damit der Filetanteil beim Braten geschont wird, kannst du nach zwei Minuten eine Kartoffelscheibe unter diese Steakseite legen.
  • Nach dem Braten würzt du das Steak und wickelst es in Alufolie ein.
  • Das Stück Fleisch kommt nun für 15 Minuten in den Backofen (vorgeheizt auf 80 Grad – 90 Grad ), zum Nachgaren.
  • Anschließend brätst du das T-Bone-Steak noch einmal kurz (ca. eine Minute), auf beiden Seiten, mit Butter an. Nun entstehen die herrlichen Röstaromen.
  • Zum Essen löst du das Steak entlang des Knochens mit einem Steakmesser ab und schneidest es quer zur Faser, schräg in Scheiben.
  • Guten Appetit!

Tipp: Das Steak würzt du mit Salzflocken und Pfeffer erst kurz vor dem Essen, bzw. vor der Garzeit im Ofen. Denn gerade Pfeffer kann beim Braten leicht anbrennen! Das Salz kann dem T-Bone-Steak Wasser entziehen.

Zubereitung auf dem Grill:

Die Zubereitung eines T-Bone-Steaks auf dem Grill kannst du wirklich zelebrieren, schließlich handelt es sich auch um ein besonderes Stück Fleisch:

  • Das Steak holst du zwei bis drei Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank. In der Zeit kann es die Raumtemperatur annehmen. Damit ist der Temperaturunterschied zum Grill nachher nicht mehr so groß. Weitere Vorteile sind, dass das Fleisch gleichmäßig garer wird und sich leichter vom Knochen lösen lässt.
  • Nun heizt du den Grill voll auf.
  • Direkt bevor du das T-Bone-Steak auf den Grill legst, reibst du es mit etwas Oliven- oder Rapsöl ein, damit es auf dem Rost nicht kleben bleibt.
  • Jetzt grillst du das Steak auf einer Seite, für rund drei bis vier Minuten, an. Anschließend wendest du es mit einer Grillzange NUR einmal und wiederholst den Vorgang auf dieser Fleischseite. Den zarten Filetanteil kannst du beim Grillen mit einer Kartoffelscheibe etwas abdecken.
  • Die Kerntemperatur des Fleisches misst du mit einem Steakthermometer. Bei einer Garstufe von 52 – 54 Grad ist es Medium rare, Well done bei 60 Grad.
  •  Vor dem Servieren solltest du das T-Bone-Steak noch einige Minuten auf einer Servierplatte ruhen lassen, damit sich die Fleischsäfte im Innern gut verteilen können.
  • Nun kannst du das Steak nach Belieben mit Salz, Pfeffer oder einer leichten Marinade würzen, vom Knochen mit einem Steakmesser lösen und quer zur Faser in Scheiben schneiden.

Das T-Bone-Steak punktet mit seinem unnachahmlichen Fleischgeschmack. Aus diesem Grund solltest du es mit der Würzung nicht übertreiben. Salz und Pfeffer reichen für den puristischen Genuss aus. Wenn du es dennoch etwas würziger magst, verfeinerst du das T-Bone-Steak mit einer milden Marinade oder Kräuterbutter, die den Rinderfleischgeschmack leicht unterstreichen.

Bei einem großen Stück Fleisch, wie es beim T-Bone-Steak der Fall ist, nehmen die Beilagen eine eher untergeordnete Rolle ein. Gerne gegessen, und zum T-Bone-Steak passend, sind Kartoffelspalten, Bratkartoffeln, Pommes Frites oder Folienkarttoffeln. Auch gegrilltes Gemüse, wie Tomaten, Mais oder Zuckerschoten passen super zum Steak. Dazu trinkst du ein kühles Weißbier, einen kräftigen Rotwein oder Wasser. Wenn du gerne Limonade trinkst, sollte die nicht zu geschmacksintensiv sein. Schließlich sollte der Geschmack des leckeren T-Bone-Steaks im Vordergrund stehen.

>>Hier findest du leckere Rezepte zum T-Bone-Steak.

Fotocredits (von oben nach unten):

Headerbild: iStock.com/karandaev

Beitragsbilder:

iStock.com/AlexRaths

iStock.com/bhofack2

iStock.com/Mr.Timmi

iStock.com/karandaev

iStock.com/Diy13

iStock.com/Lisovskaya

2018-09-28T09:53:51+00:00August 31st, 2018|0 Kommentare

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